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Formatado Implikationen für Pädagogik und Katechese im Hinblick auf die Unterstützung christlicher Eltern bei der Erfüllung ihrer Aufgaben im Kontext der aktuellen Bedrohungen und Herausforderungen der Familie


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Implikationen für Pädagogik und Katechese im Hinblick auf die Unterstützung christlicher Eltern bei der Erfüllung ihrer Aufgaben im Kontext der aktuellen Bedrohungen und Herausforderungen der Familie




Józef Stala*

Die Situation, in der sich die Familie heute befindet, weist positive und negative Aspekte auf: Die einen sind Zeichen für das in der Welt wirksame Heil in Christus, die anderen für die Ablehnung, mit welcher der Mensch der Liebe Gottes begegnet. An der Wurzel dieser negativen Erscheinungen findet sich oft eine Zersetzung von Begriff und Erfahrung der Freiheit, die nicht als die Fähigkeit aufgefasst wird, den Plan Gottes für Ehe und Familie zu verwirklichen, sondern vielmehr als autonome Kraft der Selbstbehauptung – für das eigene, egoistisch verstandene Wohlergehen und nicht selten gegen die Mitmenschen1. Aktuell unterliegt die Familie einer tiefgreifenden und schnell voranschreitenden gesellschaftlichen, kulturellen und zivilisatorischen Umgestaltung, die günstige Folgen nach sich zieht, wie etwa mehr Aufmerksamkeit für die Qualität der zwischenmenschlichen Beziehungen innerhalb der Ehe, größere Wertschätzung für die Würde der Frau, verantwortungsvolle Elternschaft, die gemeinschaftliche Erziehung der Kinder und ein umfassenderes Gespür für die ekklesiale Sendung der Familie und deren Verantwortung im Hinblick auf den Aufbau einer gerechteren Gesellschaft. Leider treten durch die gegenwärtig wahrnehmbaren Veränderungen jedoch auch negative Auswirkungen für die Familie auf, wie z. B. eine falsch verstandene Unabhängigkeit der Ehepartner, eine ständig steigende Anzahl von Scheidungen, von Familien in Krisensituationen und von Schwangerschaftsunterbrechungen, sowie eine latent vorliegende Mentalität gegen die Empfängnis neuen Lebens2. Daher erscheint es nur zu berechtigt, in dem vorliegenden Artikel Implikationen für Pädagogik und Katechese im Hinblick auf die Unterstützung christlicher Eltern zu erörtern, damit diese ihre Aufgaben im Kontext der aktuellen Bedrohungen und Herausforderungen erfüllen können, vor denen die Familie derzeit steht. Dabei werden zunächst sowohl ausgewählte Bedrohungen als auch gefährliche Umbrüche präsentiert, welche die Familie betreffen und negative Konsequenzen für diese nach sich ziehen können. Der folgende Teil befasst sich mit bestimmten Herausforderungen, denen sich die Familie heute gegenüber sieht, bevor abschließend auf die Vorrangigkeit und die Bedeutung der christlichen Eltern bei der Durchführung und der Verwirklichung der Bildung des jungen Menschen eingegangen wird.



1. Ausgewählte Bedrohungen und gefährliche Umbrüche im Hinblick auf die Familie
Es zeigt sich immer deutlicher, dass die Krise der Familie viele Ursachen hat. Unter den Erscheinungen, die sich negativ auf die Familie auswirken, müssen die folgenden angeführt werden: das Zurückgehen staatlicher Unterstützung für die Familien, ein wenig familienfreundliches Steuersystem und eine beständig sinkende Anzahl von Eheschließungen. Die erkennbare Krise spiegelt sich im Familienleben selbst ebenso wie in demografischen Beobachtungen wider3. In den Gesellschaften der Gegenwart ist die Familie in unterschiedlichem Ausmaß und auf vielerlei Ebenen bedroht. In einzelnen Staaten treten jedoch bestimmte ähnliche und vergleichbare Probleme und Gefährdungen auf, die mit der gesellschaftlichen, sozial-wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklung der aktuellen Zeit einhergehen.

Zu der ersten Gruppe von Bedrohungen lässt sich die Verbreitung von Anschauungen und Praktiken zählen, die der Familie als natürlichem Sozialraum widersprechen4. Der zweiten Kategorie gehören Erscheinungen wie die Desorganisation und der Zerfall der Familie an, da immer größere Gesellschaftsgruppen von der genormten Institution Familie abweichen und private freundschaftliche Verbindungen bevorzugen5. Eine dritte Gruppe von Gefährdungen und Problemen besteht im Verfall der öffentlichen Moral, im Anwachsen der Kriminalität und im Fehlen öffentlicher Sicherheit. Wirtschaftliche Betrügereien in großem Stil sind alltäglich geworden, die Zahl raffinierter Verbrechen, von Einbrüchen, Diebstahl und Gewaltdelikten steigt, so dass sich die Straßen größerer Städte in den Abendstunden leeren6. Eine weitere Gruppe von Problemen resultiert aus der materiellen und sozialen Situation, in der sich die Familie in Polen befindet. Hier geht es insbesondere um Familien, die von Arbeitslosigkeit betroffen sind, um Rentner, Pensionäre und junge Ehepaare. Leider brachte die Umstrukturierung nicht nur mehr Freiheit mit sich sondern zeigte auch die Armut vieler polnischer Familien deutlicher auf7.

Daneben bleiben immer weniger Menschen mit ihrem Ehepartner zusammen, die Zahl der Scheidungen steigt und damit auch die Zahl alleinerziehender Frauen8. In diesem Zusammenhang können folgende Bedrohungen aufgelistet werden9:


  • Falsche Erwartungen, die von den Träumen der jungen Menschen und dem Einfluss der Massenkultur diktiert werden. An vorderster Stelle steht hier die Hoffnung auf den einen Menschen, der einem ganz gehört und «nur für mich ist». Damit geht die naive Annahme einher sich sexuell «ausleben» zu können, ohne sich an jemand fest binden zu binden, und die Sexualität lediglich unter dem ehrgeizigen Aspekt von Leistung und Fähigkeit nach der eigenen Vorstellungen zu betrachten.




  • Fähigkeiten und Kenntnisse. Die falschen Erwartungen werden von fehlenden Fähigkeiten und Kenntnissen begleitet, was sich direkt daraus ergibt, dass man gewöhnlich nicht auf neuartige Lebenssituationen vorbereitet ist. Dazu gehört vor allem eine mangelnde Bereitschaft, den Mitmenschen anzunehmen und dessen Individualität zu akzeptieren. Des weiteren schwindet die Kenntnis von Grundsätzen im gegenseitigen Kontakt zueinander, was insbesondere im ehelichen Zusammenleben zu Schwierigkeiten führt, wie etwa beim ernsthaften Zuhören, bei der Gesprächsbereitschaft, beim gegenseitigen Gedankenaustausch und beim Aussprechen negativer Gefühle ohne den anderen zu verletzen. Auch im Bereich des Sexuallebens, das in der Wertehierarchie zu weit oben steht und den sexuellen Bedürfnissen einen zu hohen Stellenwert verleiht, gibt es deutliche Defizite. Das führt nicht selten dazu, dass der Ehepartner lediglich instrumentell behandelt wird, der Egoismus im Vordergrund steht und die Gefühle des Gegenübers nicht beachtet werden, da die Fähigkeit fehlt, über diesen Bereich des Lebens offen und ehrlich zu sprechen.




  • Die Überlastung von jungen Ehepaaren und Familien wird besonders in Situationen spürbar, wenn Fähigkeiten und Kenntnisse fehlen, weil in dieser Lebensphase Probleme mit der beruflichen Entwicklung und Schwierigkeiten in der Paarbeziehung zusammen treffen, weil später noch Verpflichtungen im Rahmen der Elternschaft, die Pflege eines Säuglings oder die Erziehung der etwas älteren Kinder dazu kommen. Gleichzeitig zeichnen sich gerade in diesem Zeitraum Perspektiven für das berufliche und soziale Fortkommen ab und die materiellen Grundlagen für ein gemeinsames Heim werden erwirtschaftet. Unterdessen fehlen der jungen Familie noch die Erfahrung und die berufliche Routine, um die Probleme in der Arbeit zu vermindern und das Familienleben zu organisieren.

Trotz der Vielzahl an negativen Erscheinungen und Hindernissen, die mit der Ausgestaltung des Familienlebens zusammen hängen, steht für die Polen auch heute noch die Familie an der Spitze der gesellschaftlichen und nationalen Grundwerte. Sie sind der festen Überzeugung, dass gerade die Familie Frieden und Glück garantiert und dass sie der beste Ort dafür ist, die jungen Menschen für die Gründung ihrer eigenen Familie und für das Leben in der Gesellschaft vorzubereiten. Die Ehepartner werden sich immer mehr bewusst, die Probleme des Lebens gemeinsam tragen zu müssen. Gleichzeitig geben sie viel selbstverständlicher als früher zu, dass die Beteiligung der Männer an traditionell den Frauen zugeschriebenen Tätigkeiten als Normalfall zu sehen ist10.

Häufig ist die Familie selbst nicht stark genug, um dem Druck entgegenzuwirken, der von außen auf sie ausgeübt wird. Eine Familie, die sich mit finanziellen und gesundheitlichen Problemen oder auch mit Wohnungsnot konfrontiert sieht, fühlt sich bereits in ihrer bloßen Existenz eingeschränkt. Andrerseits ist sie gerade dann empfänglich für Maniupulation und wird Angebote für eine Ersatzglück kritiklos annehmen, sobald ihr diese angeboten werden. Für gewöhnlich sind die Familien in Polen moralisch gesund, in der christlichen Tradition verwurzelt, tief im Glauben beheimatet, offen für das Wirken des Heiligen Geistes, sie vertrauen ihrem Gewissen und können das Böse erkennen11.


2. Ausgewählte Herausforderungen
Universell gesehen stellt die Familie das Fundament aller sozialen Strukturen dar. Von ihrer Wertschätzung und ihrer Reife hängen auch die Kraft der gesamten Gesellschaft sowie das Funktionieren des Staates ab. Denn allein die Familie kann optimale Bedingungen für das Heranwachsen und die Erneuerung der Generationen und für deren biologische, psychologische und soziale Entwicklung am besten garantieren. Für die Familien ist es jedoch schwierig, sich an ein Funktionieren unter den Bedingungen des Wirtschaftsmarkts anzupassen. Gleichfalls wächst die Bedeutung von Faktoren, welche die Existenzbedingungen der Familien unterscheiden: Wohnungssituation, Arbeitslosigkeit, der Zugang zu Unterstützungsleistungen, das Fehlen eines spürbar besseren Lebensniveaus bei vielen Familien und daraus resultierend ein abnehmendes Sicherheitsgefühl12.

Derzeitig unterliegen auch Faktoren einer deutlichen Schwächung, welche die Familie als gesellschaftliche Gruppe integrieren. Dies geht sowohl aus Konflikten in Folge der problematischen ökonomischen Rahmenbedingungen wie aus der Migration, aus einer ungewissen Zukunftserwartung und anderen Einflüssen hervor. Einige Konsequenzen, die sich aus dieser Situation ergeben, sind eine sinkende Zahl von Eheschließungen und eine nachlassende Dynamik bei der Fortpflanzung, was insgesamt ein gebremstes Bevölkerungswachstum hervorruft. Zu den wichtigen Ursachen für die geringe Kinderzahl polnischer Familien gehören die materiellen Umstände und die Wohnungslage. Mit Sorge erfüllt auch der Gesundheitszustand vieler Familien, der von zivilisationsbedingten Faktoren, von einem wenig rationalen Lebensstil vieler Familien und von dem Prozess einer alternden Gesellschaft determiniert ist13. Ein bedeutender Teil der Familien ist der Möglichkeit beraubt, selbst das elementarste Bedürfnis zu befriedigen, das im Verfügen über eine eigene Wohnung besteht. Daraus ergeben sich eine Reihe von negativen sozialen Erscheinungen, wie z. B. eine Überbesetzung von Wohnungen durch zu viele Bewohner sowie das Zusammenwohnen von separaten Haushaltsgemeinschaften, was Konflikte und Spannungen heraufbeschwört. All dies schränkt auch die Gründung neuer Familien ein und beeinflusst die Entscheidung über die Anzahl der Kinder14.

Der Rationalisierungsprozess betrifft Ehepaare und Familien in besonderer Weise. Die Sphäre der ehelichen Ethik wird dadurch beengt, dass in der heutigen Gesellschaft eine kinderreiche Familie mit übergroßen Schwierigkeiten konfrontiert ist. In einer derartigen Situation wird es sehr wahrscheinlich, dass sich die Ehepartner für empfängnisverhütende Mittel oder sogar für eine Abtreibung entscheiden, um die Zahl ihrer der Nachkommen einzugrenzen, was jedoch nicht der katholischen Sittenlehre entspricht. Die Beständigkeit der Ehe, selbst bei abnehmender Qualität des Ehelebens, wird nicht länger durch das Gebot der Unauflöslichkeit aufrechterhalten, das für den katholischen Ehebund verpflichtend ist. Dies bedeutet vor allem, dass die von der Kirche verkündete Unauflöslichkeit der Ehe, das Verbot vorehelichen Geschlechtsverkehrs sowie das Verbot von Antikonzeptiva und Schwangerschaftsabbruch in der Praxis nicht befolgt werden. Die allgemein vorherrschende Bewertung der Moral unterscheidet sich hier deutlich von der kirchlichen Lehre15. Entchristianisierung, Neopaganismus und die Säkularisierung des öffentlichen und des privaten Lebens führen dazu, dass die Religion zusammen mit ihren unersetzlichen Werten im Leben des individuellen Menschen und der Familie nicht mehr bestimmend ist16.

Auch die ökonomische Umgestaltung begleiten negative Erscheinungen in Bezug auf die Einstellung und die Handlungsweisen innerhalb der Gesellschaft. Dazu gehören u. a. das verstärkte Auftreten von Aggression und Gewalt, was besonders deshalb zu Unfrieden und Störung der öffentlichen Ruhe führt, weil die Ausführenden immer häufiger Kinder und Jugendliche sind. Eine wichtige Rolle spielen hierbei die Massenmedien, die in den unterschiedlichen Dimensionen des Lebens einen ständig wachsenden Einfluss auf die Bildung des sozialen Bewusstseins nehmen. Kinder und Jugendliche können zu leicht und zu oft mit negativen Bildern aus Filmen, Zeitschriften und dem Internet in Kontakt kommen, was die Ausgestaltung ihrer Einstellungen und Handlungsweisen erheblich betrifft17.

Eine weitere Herausforderung, die sich sowohl der gesamten Gesellschaft wie auch der Familie stellt, folgt aus den demografischen Problemen, die durch ein verringertes Bevölkerungswachstum auftreten. Damit geht die Ideologie eines «leichten», «angenehmen» und «bequemen» Lebens einher, in dem ausschließlich die Mutter das Recht hat, über die Geburt eines Kindes zu entscheiden und ihm auch ein bereits begonnenes Leben zu versagen. Nach dieser Ideologie gibt es in der Familie höchstens noch Platz für ein oder maximal zwei Kinder. Die Ideologie der Konsumgesellschaft siegt in der Familie derzeit erfolgreich über die Vorrangigkeit von pro-gesellschaftlichen Haltungen18. Bemerkbar ist darüber hinaus eine Verschlechterung des Gesundheitszustands unserer Gesellschaft, was sich überaus negativ auf das Leben der Familie auswirkt19.

Die in Polen stattfindende und noch nicht abgeschlossene Umgestaltung der Gesellschaft und des gesamten Systems, welche die mühevolle Realität des sozialen, wirtschaftlichen und politischen Lebens begleitet, verursacht zahlreiche Probleme im Leben der Familie, in ihrer internen und externen Situation, indem sie eine Vielzahl an schwerwiegenden Hindernissen schafft20. Falls die Familie in einer sich verändernden Gesellschaft trotz dieser Bedrohungen und Probleme weiterbesteht und durch nichts zu ersetzen ist, muss sie in sich selbst eine innere Kraft finden, die ihr Attraktivität, Lebendigkeit und eine entsprechende Dynamik verleiht, sich elastisch zu adaptieren und weiter zu entwickeln21.



3. Die vorrangige Rolle der christlichen Eltern bei der Bildung des jungen Menschen
Durch das Sakrament der Ehe werden die Eheleute dazu berufen, eine Gemeinschaft von Personen zu schaffen und bereitwillig Eltern zu sein. Sie sollen sich dessen bewusst sein, dass sie ihre Elternschaft Gott selbst verdanken22. Die Eltern übertragen ihrem Kind das physische und das geistige Leben. Der Schöpfer ruft Vater und Mutter dazu auf, dem Kind auch den Reichtum ihrer Geistigkeit und ihres Glaubens weiter zu geben. Die Geburt von Nachkommen erschöpft sich eben nicht in dem Akt, das Leben zu schenken, sondern setzt sich aus einem langen Prozess der Empfängnis, der Geburt sowie der Bildung und Erziehung zusammen und findet darin seine Erfüllung23. Diese Aufgabe, der sich die gesamte Kirche annimmt, empfiehlt Christus ebenso der Familie, welche die Göttliche Wahrheit lehren und zum Glauben hinführen soll. Sie soll auch die priesterliche Funktion übernehmen, das heißt sich selbst durch das Opfer des Lebens und das Gebet heiligen, und sich wie der Hirte im Geist der Liebe gegenseitig dienen. Diese Heiligung und Erlösung vollzieht sich in der Familie durch24:

– Die Annahme und die Weitergabe des Glaubens. Dies bedeutet, dass die Eltern die ersten Glaubenslehrer sind. Anfänglich glaubt das Kind instinktiv durch seine verehrende und liebende Haltung, bevor in späterer Zeit die nicht ersetzbare Familienkatechese an Bedeutung gewinnt, also das Lebenszeugnis und das Gespräch mit dem Kind über Gott. Dabei können Zeitschriften, religiöse Bücher oder Bilder im Haus, aber auch religiöse Fernsehprogramme unterstützend wirken.

– Das familiäre Gebet daheim und in der Kirche. Das heißt, Gott braucht die Familie, er braucht die Worte von Mutter und Vater, die über Ihn sprechen, dem Kind müssen der Weg in die Kirche und dort der Tabernakel, das Kreuz, das Heilige Grab und die Weihnachtskrippe gezeigt werden. Von ebenso großer Bedeutung ist das im Alltag vorgelebte Glaubenszeugnis der Eltern – die Weitergabe des Glaubens.

– Wissen und religiöse Erfahrung. Das Kind gewinnt die Überzeugung und das tiefe Gefühl, dass Gott da ist, dass Gott es liebt und sich seiner annimmt. Im Gegenzug soll es Ihm Zeit schenken und Ihn durch verschiedenartige Begegnung, durch das Lesen religiöser Bücher und Zeitschriften sowie durch die intensive Beschäftigung mit der Heiligen Schrift immer besser kennen lernen.

– Der Dienst am Nächsten im Geist der Liebe. Die Nächstenliebe äußert sich in unterschiedlicher Gestalt, wie etwa durch die gegenseitige Unterstützung in der Familie, durch die Zusammenarbeit in der Nachbarschaft, im Wohnort, in der Gemeinde und der Pfarrei oder durch gemeinschaftliches karitatives Handeln auf vielfältige Art und Weise.

Im Dienst am Leben und an der Liebe übernehmen Ehepaare und Familien Rechte und Pflichten. Zu den bedeutendsten Aufgaben und Verpflichtungen der Eltern gehört die Erziehung und Bildung ihrer Kinder. Da die Eltern in dieser Hinsicht vorrangig vor allen anderen Erziehungsinstitutionen sind, haben sie auch das Recht dazu, ihre Kinder über ihre Geschlechtlichkeit aufzuklären und diese zu einer verantwortlichen Sexualität hinzuführen25. Dieser Prozess beginnt bereits vor der Geburt, da die Mutter die Frucht der gemeinsamen Liebe zu ihrem Mann im Schoß trägt. Wenn das noch ungeborene Kind angenommen und geliebt wird, ist damit eine gute Grundlage für die Erziehung des Kindes in diesem Bereich geschaffen. Im weiteren Verlauf tragen gegenseitige Herzlichkeit und ein in der Familie vorherrschendes Vertrauensverhältnis zu einer gelungenen Sexualerziehung ebenso bei wie die Erfahrung positiver und vertrauensvoller Gefühlsbindungen und der fortdauernde Dialog mit dem Kind, der entsprechend seines Alters und seines Entwicklungsstandes geführt wird. Die Eltern sollen sich dessen bewusst sein, dass ihr eigenes Verhalten, was sie tun und was sie sagen, für das Kind das beste Beispiel im Erziehungsprozess abgibt. Das Beispiel der Erwachsenen ist noch wichtiger als theoretische Kenntnisse es sind, denn erst dadurch kann dem Kind eine wirksame Führung zugesichert werden, die dieses benötigt, um Probleme zu lösen. Die Zusammenarbeit der Eltern mit den weiteren Erziehern, die für die Bildung des jungen Menschen verantwortlich sind, ist von großer Bedeutung und sogar notwendig. Es darf keine Diskrepanz zwischen dem bestehen, was das Kind von daheim mitbringt, und den Wertevorstellungen, die ihm seine Lehrer und Erzieher vermitteln. Das Erfahrungsspektrum der Eltern und Lehrer hilft dem Kind, das Wertesystem und seine eigene Rolle als Mann oder Frau in der Welt zu verstehen. Es findet Unterstützung in seinem Bemühen, ein gelungenes Eheleben zu führen, Stabilität und Heiligkeit seiner eigenen Familie anzustreben. Mit Sicherheit hängt dies von seiner Gewissensbildung und von den im gesamten Erziehungs – und Bildungsprozess des Kindes angenommenen Werten ab – als zukünftiger Elternteil in einer neuen Familie26.

Die Familie, in der das Kind nicht nur die ersten Informationen zu den Themen Gott und Glauben erhält, ist auch der Ort für eine Erziehung und Bildung, die auf die ganzheitliche Entwicklung des Menschen und des Christen in seiner individuellen und seiner sozialen Dimension ausgerichtet ist. Dies lässt sich unter anderem durch die sittliche Erziehung erreichen, die im Hinblick auf die Entfaltung des Individuums auf dem übergeordneten Ziel der Vermittlung einer Wertehierarchie basiert, mit Hilfe derer die übrigen Ebenen der Erziehung einzuordnen sind27.

Die Soziallehre der Kirche betont unablässig die vorrangige Rolle der Familie im Bereich der Ausgestaltung des sittlichen und religiösen Lebens. In der Familie werden durch die Verwirklichung von Sozialisierungs – und Erziehungsprozessen moralische Werte, Normen und Verhaltensmuster weiter gegeben. Die Familie vermittelt bei der Übertragung, der Durchdringung und der Akzeptanz kultureller Inhalte zwischen dem Individuum und der Gesellschaft. Unter den übermittelten kulturellen Werten finden sich immer auch solche, die auf irgendeine Art und Weise bestimmen, was gut und was schlecht ist. In der Struktur und der Handlungslogik der polnischen Familie kann man die Wurzeln für die beobachteten Erscheinungen im Leben der gesamten Gesellschaft suchen. Als Institution, die bei der Weitergabe der sittlichen Werte als Vermittlerin wirkt, ist die Familie durch nichts zu ersetzen. Die familiäre Erziehungsarbeit im Bereich der Moral ist von herausragender Bedeutung. Eine weitere wichtige Aufgabe der Familie besteht in der Teilnahme an der Entwicklung der Gesellschaft sowie in der aktiven Beteiligung am Leben und an der Mission der Kirche. Darüber hinaus soll jede christliche Familie ihren geistigen Reichtum und ihre Spiritualität mit anderen Familien teilen28.



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Der Mensch ist von Natur aus ein soziales Wesen, denn er braucht andere Menschen und gesellschaftlich-familiäre Gruppen dazu, um leben und sich spezifisch entfalten zu können. Denn in der Familie wächst der Mensch heran und «wird» in der Vielfalt seiner Dimensionen erst wirklich zum Menschen. Hier wird er in die Gemeinschaft der Kirche eingebunden und zu einem Teil seines Vaterlandes. Über Jahrhunderte hinweg war die christliche Familie in Polen eine Festung für den Glauben an Gott und für den Patriotismus, da in diesem Familienmodell lange Zeit mehrere Generationen und viele Kinder zusammen lebten. Jeder hatte dort seinen eigenen Platz und musste bestimmte Aufgaben erfüllen, wurde aber auch geachtet und geschätzt29. Der Übergang vom zwanzigsten zum einundzwanzigsten Jahrhundert ist von einer Vielzahl an Wandlungen und Umstrukturierungen geprägt und so haben die neuen Errungenschaften in der Technik sowie die Urbanisierung wesentlich zu den großen Veränderungen in der Mentalität des Menschen beigetragen. Als Konsequenz daraus sind auch für die christliche Familie, die den natürlichen Ort für das Aufwachsen und die Erziehung des Menschen darstellt, eine Fülle an neuartigen Problemen, Herausforderungen und Bedrohungen in einer sich verändernden Welt entstanden.



* Prof. dr hab. Jóseph Stala – Priester der Diözese Tarnów (Polen), Professor für Theologie (Katechetik). Prodekan für wissenschaftliche Angelegenheiten, für Entwicklung und internationale Zusammenarbeit, Inhaber des Lehrstuhls für pädagogische Katechese an der Theologischen Fakultät, Sektion Tarnów (WTST), der Päpstlichen Universität Johannes Paul II. in Krakau (UPJPII). Dozent für Katechetik und Leiter des pädagogischen Fachbereichs an dieser Fakultät. Mitglied der Europäischen Katechetenvereinigung (EEC), des Katechetenverbandes in Polen, der polnischen Vereinigung für Familiologie, der Polnischen Theologischen Gesellschaft und der Wissenschaftlichen Gesellschaft Tarnów. Chefredakteur des internationalen Wissenschaftsperiodikums «The Person and the Challenges». Sachverständiger der Kommission für Erziehung und Bildung der Polnischen Bischofskonferenz für die Bewertung von Lehrprogrammen für den Religionsunterricht und von katechetischen Lehr – und Schulbüchern. Organisator und Teilnehmer katechetischer, pädagogischer und bildungsbezogener Konferenzen, Symposien und Kongresse in Polen und im Ausland. Autor und Herausgeber zahlreicher Veröffentlichungen im Bereich von Katechese, Pädagogik und Bildung mit dem Schwerpunkt auf Familienkatechese sowie auf der allgemeinen und der Religionserziehung; Mitherausgeber und Mitautor einer Schulbuchreihe für den Religionsunterricht.

1 Vgl. Familiaris consortio 6.

2 Vgl. Rodzina wartością – wartości rodzinne, Hrsg. A. Drożdż, P. Kurzela, Katowice 2009; Rodzina. Diagnoza, profilaktyka i wsparcie, Hrsg. K. Duraj-Nowakowa, U. Gruca-Miąsik, Rzeszów 2009; Rodzina we współczesności, Hrsg. A. Ładyżyński, Wrocław 2009; Rodzina wobec współczesnych zagrożeń, Hrsg. T. Jelonek, Kraków 2009; Rodzina wobec zagrożeń, Hrsg. M. Duda, Kraków 2008; Małżeństwo i rodzina w ponowoczesności. Szanse – zagrożenia – patologie, Hrsg. W. Muszyński, E. Sikora, Toruń 2008; Rodzina w kontekście współczesnych problemów wychowania, Hrsg. B. Muchacka, Kraków 2008; Małżeństwo i rodzina w nowoczesnym społeczeństwie, Hrsg. L. Dyczewski, Lublin 2007; Małżeństwo i rodzina w panoramie współczesnych systemów, Hrsg. A. Offmański, Szczecin 2006; Pomoc rodzinie dysfunkcyjnej, Hrsg. B. Kałdon, Sandomierz-Stalowa Wola 2006; Rodzina. Historia i współczesność. Studium monograficzne, Hrsg. W. Korzeniowska, U. Szuścik, Kraków 2006; J. Gucwa, Zadania duszpasterstwa rodzin w świetle adhortacji Familiaris Consortio, in: Drogi katechezy rodzinnej, Hrsg. E. Osewska, J. Stala, Poznań 2002; Rodzina współczesna, Hrsg. M. Ziemska, Warszawa 2001; Rodzina w czasach szybkich przemian, Hrsg. Z. Tyszka, Poznań 2001; Schizofrenia w rodzinie, Hrsg. B. de Barbaro, Kraków 1999; Rodzina w nauczaniu Jana Pawła II, Hrsg. J. Żukowicz, Kraków 1990.

3 Vgl. M. Schooyans, Rodzina dziś i jutro, in: Arena bitwy o życie, Hrsg. K. Majdański, Łomianki 2000, S. 107.

4 Wahrnehmbare Folgen dieser Bedrohungen sind unter anderem Kindesmisshandlungen und Kindstötungen, eine wachsende Zahl von Schwangerschaftsabbrüchen und deren rechtliche Legalisierung in vielen Ländern. In ähnlicher Weise lassen sich jegliche Formen des Verbots von Nachkommenschaft, eine verordnete Höchstanzahl von Kindern, die erzwungene Sterilisation sowie Programme und Pläne zur Verringerung der Bevölkerung in etwaigen Ländern oder sogar als Maßstab für die gesamte Welt verzeichnen. Vgl. M. Schooyans, Rodzina dziś i jutro, in: Arena bitwy o życie, Hrsg. K. Majdański, Łomianki 2000, S. 108.

5 Es verbreiten sich verschiedene Formen des freien Zusammenlebens, des Konkubinats und faktisch getrennter Ehepaare, wie auch die Zahl der Scheidungen ansteigt. Vgl. M. Schooyans, Rodzina dziś i jutro, in: Arena bitwy o życie, Hrsg. K. Majdański, Łomianki 2000, S. 109.

6 Leider wächst auch die Kriminalität unter Minderjährigen. Alkohol und Drogen erreichten bereits Jugendliche und Kinder an den Grundschulen. Die Freiheit im Land äußert sich in Willkür und einem Gefühl der Straffreiheit. Gesellschaftliche Moral und die Kultur sozialen Zusammenlebens nehmen massiv ab. Es beginnt die Suche nach den Ursachen für diese Entwicklung. Folgende Fragen stellen sich: Verlieren etwa die öffentlichen Erziehungs – und Bildungsinstitutionen sowie die Familien ihre pädagogischen Funktionen? Werden nicht gewisse Massenmedien zu den Haupterziehern der Kinder und Jugendlichen? In vielen Fällen scheint das Fernsehen die Eltern zu ersetzen, die damit beschäftigt sind, den materiellen Unterhalt der Familie zu sichern. Eine unüberschaubare Zahl von Fernsehkanälen sendet ihr Programm den gesamten Tag über, darüber hinaus unterstützen DVDs und Computerspiele diese Ganztagesvergnügung. Krimis und Horrorfilme prägen das Interesse und den Charakter der Kinder, übermitteln Wertevorstellungen, Normen und Lebensmuster. Vgl. J. Turowski, Problemy współczesnej rodziny, Lublin 1997, S. 9-10.

7 Vgl. J. Turowski, Problemy współczesnej rodziny, Lublin 1997, S. 11.

8 Mehr als die Hälfte aller Ehefrauen und Mütter sind erwerbstätig und verbringen folglich weniger Zeit daheim und mit ihren Kindern. Vgl. Powołanie do życia w małżeństwie i rodzinie, Nr 23, in: II Polski Synod Plenarny (1991-1999), Poznań 2001.

9 Vgl. Powołanie do życia w małżeństwie i rodzinie, Nr 34-35, in: II Polski Synod Plenarny (1991-1999), Poznań 2001; S. Cader, Rodzina środowiskiem wychowawczym w świetle nauczania Jana Pawła II, Kraków 2004; S. Chrobak, Koncepcja wychowania personalistycznego w nauczaniu Karola Wojtyły – Jana Pawła II, Warszawa 1999; W. Czamara, Przemiana religijno-moralna człowieka w nauczaniu Jana Pawła II, Poznań 1997; J. Czarny, Jana Pawła II wizja cywilizacji miłości, Wrocław 1994.

10 Vgl. Powołanie do życia w małżeństwie i rodzinie, Nr 34-35, in: II Polski Synod Plenarny (1991-1999), Poznań 2001; K. Denek, B. Dymara, W. Korzeniowska, Dziecko w świecie wielkiej i małej Ojczyzny, Kraków 2009; A. Drożdż, Permisywizm moralny, Kielce 2005; E. Domagała-Zyśk, Autonomia czy odłączenie? Rola osoby znaczącej w życiu młodzieży z trudnościami w nauce, Lublin 2004; K. Denek, U. Morszczyńska, W. Morszczyński, S. C. Michałowski, Dziecko w świecie wartości, Kraków 2003; K. Czuba, Idea Europy kultur w nauczaniu Jana Pawła II, Warszawa 2003; Cz. Drążek, Jan Paweł II wskazania na trzecie tysiąclecie, Kraków 2001; K. Czuba, Ojczyzna w nauczaniu Jana Pawła II, Olsztyn 1990.

11 Vgl. E. Zięba, Państwo ma obowiązek prowadzić politykę parorodzinną, in: Bóg potrzebuje rodziny, rodzina potrzebuje Boga, Hrsg. W. Szewczyk, Tarnów 2000, S. 84-85.

12 In dieser Situation kann man nur schwerlich davon sprechen, dass die Anstrengungen zum Schutz der ärmsten Familien die erkannten Probleme ausgleichen. Ein bedeutender Teil der Familien kämpft mit Schwierigkeiten sich den neuartigen Rahmenbedingungen anzupassen, die ihre Bedürfnisse einschränken. Vgl. E. Zięba, Państwo ma obowiązek prowadzić politykę parorodzinną, in: Bóg potrzebuje rodziny, rodzina potrzebuje Boga, Hrsg. W. Szewczyk, Tarnów 2000, S. 12-13.

13 Vgl. Pełnomocnik Rządu ds. Rodziny, Raport o sytuacji polskich rodzin, Warszawa 1998, S. 197-198.

14 Der Wohnungsmangel schränkt auch die räumliche Mobilität der Bevölkerung ein und erschwert den Abbau der strukturellen Arbeitslosigkeit. Eine Verbesserung dieser Situation hängt vom Fortschritt der Wohnungsreform ab und damit auch von der Erhöhung der öffentlichen Mittel. Der Hauptfaktor für die schlechte Wohnungssituation besteht darin, dass die Mehrzahl der Familien nur über ein relativ niedriges Einkommen im Verhältnis zu den hohen Mietpreisen und Unterhaltskosten für die Wohnungen verfügt. Vgl. Pełnomocnik Rządu ds. Rodziny, Raport o sytuacji polskich rodzin, Warszawa 1998, S. 199-200; B. Drożdż, Posługa społeczna Kościoła. Studium pastoralne w świetle nauczania współczesnego Kościoła, Legnica 2009; W. Szymański, Towarzystwo dobroczynności wobec kwestii społecznych, Płock 2005; J. Zając, Troska Kościoła o chorych, Płock 2005; B. Mierzwiński, Kościół wobec bezrobocia, Ząbki 2004; W. Przygoda, Funkcja charytatywna Kościoła po Soborze Watykańskim II, Lublin 1998.

15 Dies betrifft vor allem junge Menschen mit höherer Bildung, die in Städten leben. In dieser Situation stellt die Scheidung eine sehr wahrscheinliche Entwicklung dar. Vgl. W. Majkowski, Czynniki dezintegracji współczesnej rodziny polskiej, Kraków 1997, S. 101.

16 Konsumismus und Hedonismus, die von der Reklame ohne jegliche Skrupel propagiert und gesteigert werden, führen dazu, dass viele Familien derzeit ausschließlich unter dem Aspekt des Geldes und einem unstillbaren Hunger nach kaufbaren Dingen betrachtet werden. Das Zurückgehen der moralischen, religiösen und nationalen Traditionen, was zum geistigen Selbstmord der Familien und der Völker führt, zerstört damit auch die auf diesen Werten basierende gesellschaftliche Ordnung vollständig. Denn es gibt kein Recht und keine Macht, die ohne das Zutun jener Traditionen in der Gesellschaft die für sie unerlässlichen Werte aufrecht erhalten könnten, wie etwa Wohlwollen, Solidarität, Opferbereitschaft, Patriotismus und Verantwortlichkeit. Vgl. S. Wielgus, Rodzina wobec współczesnych zagrożeń, in: Rodzina: źródło życia i szkoła miłości, Hrsg. D. Kornas-Biela, Lublin 2000, S. 24.

17 Häufig dringen die Massenmedien auf äußerst aggressive Art und Weise in das delikate, noch nicht vollständig ausgebildete und kritikunfähige Bewusstsein des jungen Menschen ein und formen in ihm ein Bild, das auf einer instrumentellen und objektiven Behandlung des Menschen basiert. Der leichte und allgemein mögliche Zugang zu Produktionen, welche Kriminalität und Pornographie zeigen, erfordert eine entschiedene Verifikation der aktuell bestehenden administrativen und rechtlichen Entwicklungen. Erfahrungen aus den westlichen Ländern bestätigen, welche negativen Konsequenzen der Liberalismus in dieser Lebensphase nach sich zieht. Vgl. Pełnomocnik Rządu ds. Rodziny, Polityka prorodzinna państwa, (program), Raport o sytuacji polskich rodzin, Warszawa 1998, S. 200.

18 Vgl. N. M. Ruman, Czy istnieje jeszcze rodzina wielopokoleniowa?, in: Rodzina wartością – wartości rodzinne, Hrsg. A. Drożdż, P. Kurzela, Katowice 2009, S. 71-87; M. Kubiak, Demograficzne uwarunkowania polityki rodzinnej państwa, in: Małżeństwo i rodzina w ponowoczesności. Szanse – zagrożenia – patologie, Hrsg. W. Muszyński, E. Sikora, Toruń 2008, S. 17-31; W. Majkowska, Wielkomiejska rodzina polska, in: Społeczeństwo polskie w procesie zmian, Hrsg. U. Bejma, Warszawa 2008, S. 276-293; M. Such, Zjawisko singli w nowoczesnym społeczeństwie, in: Społeczeństwo polskie w procesie zmian, Hrsg. U. Bejma, Warszawa 2008, S. 294-315; M. Miczyńska-Kowalska, Konsumpcyjny charakter rodziny w społeczeństwie ponowoczesnym, in: Małżeństwo i rodzina w ponowoczesności. Szanse – zagrożenia – patologie, Hrsg. W. Muszyński, E. Sikora, Toruń 2008, S. 133-141; K. Arcimowicz, Obraz rodziny w polskich serialach telewizyjnych, in: Małżeństwo i rodzina w ponowoczesności. Szanse – zagrożenia – patologie, Hrsg. W. Muszyński, E. Sikora, Toruń 2008, S. 155-172; D. Ochojska, Rodzina pochodzenia a wyobrażenia na temat małżeństwa i rodziny prokreacyjnej, in: Dziecko i rodzina. Społeczne powinności opieki i wychowania, Hrsg. U. Gruca-Miąsik, Rzeszów 2007, S. 68-78; H. Krzysteczko, Modele i wartości rodziny dawnej i współczesnej, in: Rodzina. Historia i współczesność. Studium monograficzne, Hrsg. W. Korzeniowska, U. Szuścik, Kraków 2006, S. 129-137; P. Magier, Małżeństwo i rodzina. Kluczowe elementy personalno-chrześcijańskiej koncepcji rodziny, in: Rodzina. Historia i współczesność. Studium monograficzne, Hrsg. W. Korzeniowska, U. Szuścik, Kraków 2006, S. 85-92; A. Gwizdak, Współczesna rodzina i jej edukacyjne powinności wobec przemian cywilizacyjnych – niektóre zagadnienia, in: Rodzina. Historia i współczesność. Studium monograficzne, Hrsg. W. Korzeniowska, U. Szuścik, Kraków 2006, S. 273-279; P. Kryczka, Rodzina w zmieniającym się społeczeństwie, Lublin 1997, S. 6.

19 Die Zahl der Fehlgeburten und der früh verstorbenen Säuglinge ist beträchtlich. Auch die Anzahl von Menschen mit Behinderungen und dauerhaft Kranker wächst, die der besonderen Pflege in der Familie bedürfen, welche – angesichts der unzureichenden äußeren Infrastruktur – häufig für Hilfeleistungen nicht erreichbar ist. Die Sterblichkeitsrate von Männern im Erwerbsalter dezimiert zahlreiche Familien. Der beunruhigende Gesundheitszustand der Gesellschaft ist in bedeutendem Umfang eine Folge ihrer materiellen und allgemeinen Situation, geht aus den fortdauernden Spannungen, Befürchtungen und Konflikten hervor, die von den Polen derzeit durchlebt werden. Dazu kommen noch ökologische Einflüsse sowie irrationale Ernährungsweisen und Lebensführung. Diese fehlende Rationalität ist jedoch teilweise von den unzureichenden Existenzbedingungen bestimmt. Vgl. C. Lewicki, Rodzina w procesie edukacji zdrowotnej dzieci i młodzieży, in: Rodzina. Diagnoza, profilaktyka i wsparcie, Hrsg. K. Duraj-Nowakowa, U. Gruca-Miąsik, Rzeszów 2009, S. 36-51.

20 Vgl. J. Mastalski, Jak dobrze wychować dziecko?, Kraków 2009; J. Mastalski, Samotność globalnego nastolatka, Kraków 2007; J. Mastalski, Szkolne interakcje zaburzające skuteczne wychowanie, Kraków 2005; J. Mastalski, Jak dobrze wychować dziecko?, Kraków 2009; J. Mastalski, Samotność globalnego nastolatka, Kraków 2007; J. Mariański, Między sekularyzacją i ewangelizacją, Lublin 2003; J. Mastalski, Chrześcijanin wobec agresji w rodzinie, Kraków 2006; J. Mastalski, Szkolne interakcje zaburzające skuteczne wychowanie, Kraków 2005; J. Mariański, Kryzys moralny czy transformacja wartości? Studium socjologiczne, Lublin 2001; Z. Tyszka, Rodzina polska w okresie transformacji, «Ethos» (1990) Nr 29, S. 115-118.

21 Vgl. B. Harwas-Napierała, Komunikacja interpersonalna w rodzinie, Poznań 2008; D. Gębuś, Rodzina. Tak, ale jaka?, Warszawa 2006; ; H. Goldenberg, I. Goldenberg, Terapia rodzin, Kraków 2006; A. W. Janke, Transformacja w stosunkach rodziny i szkoły na przełomie XX/XXI wieku. Perspektyw zmiany społecznej w edukacji, Bydgoszcz 2002; A. Gałkowska, Percepcja powodzenia małżeństwa rodziców a społeczny obraz siebie ich dorosłych dzieci, Lublin 1999; W. Majkowski, Czynniki dezintegracji współczesnej rodziny polskiej. Studium socjologiczne, Kraków 1997; S. Głaz, Rodzina. Biologiczne i psychologiczne podstawy jej funkcjonowania, Kraków 1996.

22 Mann und Frau werden aus bewusster und freier Entscheidung zu Vater und Mutter, sie haben Anteil an dem uralten Mysterium des Lebens, das sich in Gott selbst vollzieht, wenn sie den Willen Gottes erfüllen. Vgl. J. Kułaczkowski, Pedagogika rodziny. Teorie wychowania w rodzinie, Warszawa – Łomianki 2009; A. Kwak, Rodzina w dobie przemian. Małżeństwo i kohabitacja, Warszawa 2005; P. Kaźmierczak, Personalistyczna koncepcja wychowania w nauczaniu Jana Pawła II, Kraków 2003; S. Olejnik, W odpowiedzi na dar i powołanie Boże, Warszawa 1979, S. 27.

23 Den Eltern ist die schwierige Pflicht und das vorrangige Recht auferlegt, für die physische, soziale, kulturelle, sittliche und religiöse Erziehung ihrer Kinder Sorge zu tragen. Vgl. Charta der Familienrechte 5.

24 Vgl. W. Szewczyk, Dlaczego potrzeba nowej ewangelizacji w rodzinie i przez rodzinę, in: Bóg potrzebuje rodziny, rodzina potrzebuje Boga, Hrsg. W. Szewczyk, Tarnów 2000, S. 12.

25 Die Sexualerziehung ist keine direkte oder einmalige pädagogische Maßnahme sondern eine komplizierter Prozess. Sie kann sich nicht ausschließlich auf das Bewusstmachen der Geschlechtlichkeit beschränken. Vielmehr muss sie umfassend, d. h. in Einklang mit der allgemeinen Erziehung und Bildung erfolgen. Sie hat im Sinne der Persönlichkeitsbildung zu erfolgen, also den Menschen im Hinblick auf seine Berufung zur Liebe hin zu formen. Vgl. M. Królczyk, Problem kryzysu czystości seksualnej i sposoby jego przezwyciężania, Kraków 2008; Y. Semen, Seksualność według Jana Pawła II, Poznań 2008; J. Goleń, Wychowanie seksualne w rodzinie. Studium pastoralne, Rzeszów 2006; M. Babik, Współżycie seksualne w nauczaniu biblijnym, Kraków 2003; E. Fert, Wychowanie do czystości w nauczaniu Jana Pawła II, Kielce 1998.

26 Vgl. Kongregacja do spraw wychowania katolickiego, Wytyczne wychowawcze w odniesieniu do ludzkiej miłości, Poznań 1984, S. 18-20; J. Stala, W kierunku integralnej edukacji religijnej w rodzinie. Próba refleksji nad nauczaniem Jana Pawła II w kontekście polskich uwarunkowań, Tarnów 2010; J. Stala, Katecheza rodzinna w nauczaniu Kościoła od Soboru Watykańskiego II, Tarnów 2009; J. Stala, E. Osewska, Anders erziehen in Polen. Der Erziehungs – und Bildungsbegriff im Kontext eines sich ständig verändernden Europas des XXI. Jahrhunderts, Tarnów 2009; J. Stala, Lasst uns voller Hoffnung vorwärts gehen. Pädagogisch-katechetische Aspekte, wie der Christ die Zeichen der Zeit in der gegenwärtigen Welt aufnimmt, «Roczniki liturgiczne» 1 (56) (2009), S. 435-447; J. Vodičar, Muss man die Globalisierung unterrichten?, «Synthesis philosophica» (2009) 2, S. 281-295; J. Stala, Familie und Schule: Zwei Erziehungsumfelder und Ihre Rolle im Rahmen der Erziehung, «Roczniki Teologiczne» 55 (2008), Vol. 8, S. 101-112; J. Stala, Familienkatechese in Polen um die Jahrhundertwende. Probleme und Herausforderungen, Tarnów 2008; E. Prijatelj, Izziv teorij o psihološki dinamiki ženskega verovanja, «Bogoslovni vestnik» 68 (2008) 1, S. 113-122; E. Prijatelj, Psiholoska dinamika rasti v veri, Maribor 2008; J. Stala, Die Erzieherischen Umfelder und Ihre Rolle im Rahmen der Erziehungsaufgaben, «Studia Teologiczno-Historyczno Śląska Opolskiego» 27 (2007), S. 375-383; J. Stala, Die Familie als Erziehungsgemeinschaft in der Perspektive des Familienkatechumenats, «Vox Patrum» 27 (2007), Vol. 50-51, S. 487-496; E. Prijatelj, Spremljanje odraslega človeka, «Cerkev sedanjem svetu» 39 (2005) 1, S. 30-32; E. Osewska, Możliwości i ograniczenia polityki rodzinnej w krajach Unii Europejskiej, in: Rodzina jako środowisko rozwoju człowieka, Hrsg. W. Piotrowski, Tarnów 2004, S. 89-119; E. Osewska, J. Stala, W kierunku katechezy rodzinnej, Kielce 2003; S. Gerjolj, Ideologie und Bildung, Gießen 1997.

27 Vgl. W. Rzepa, Odpowiedzialność moralna w kontekście ludzkiej wolności, Lublin 2009; Y. Semen, Seksualność według Jana Pawła II, Poznań 2008; H. Słotwińska, Wychowawcza rola wzorów osobowych, Lublin 2008; B. Stańkowski, Wychowanie w duchu wielokulturowości, Kraków 2007; T. Żmuda, Postulaty moralno-religijnej odnowy rodziny w nauczaniu Jana Pawła II, Kraków 2007; T. Sakowicz, Dysfunkcyjność rodziny a resocjalizacja, Kraków 2006; S. Szczerek, Posługa rodzinie w nauczaniu Jana Pawła II, Sandomierz 2006; A. Solak, Wychowanie chrześcijańskie i praca ludzka. Studium współzależności, Warszawa 2004; S. H. Zaręba, Dynamika świadomości religijno-moralnej młodzieży w warunkach przemian ustrojowych w Polsce (1988-1998), Warszawa 2003; S. Dziekoński, Funkcje katechezy w wychowawczym posłannictwie rodziny chrześcijańskiej, in: Drogi katechezy rodzinnej, Hrsg. E. Osewska, J. Stala, Poznań 2002, S. 78-81; V. Satir, Rodzina. Tu powstaje człowiek, Gdańsk 2000; I. Stolarczyk, Postęp i rozwój w nauczaniu społecznym Kościoła, Tarnów 1998;bZ. Zborowski, Rodzina jako grupa społeczno-wychowawcza, Warszawa 1980.

28 In der Teilnahme an der dreifachen Mission Christi – der prophetischen, priesterlichen und königlichen – stellt die Familie eine Gemeinschaft des Glaubens dar, die das Evangelium lebt und verkündet. Im Dienst am Menschen ist sie eine Gemeinschaft im Dialog mit Gott. Vgl. S. Gerjolj, Der Engel Rafael – ein außerfamiliärer Erzieher. Biblische Pädagogik als Antwort auf Lebensfragen, München 2009; S. Gerjolj, Ziveti, delati, ljubiti. Pedagoska in psiholoska interpretacija biblicnih pripovedi, Celje – Ljubljana 2009; B. Kľuska, Biblia księgą otwartą na małżonków, «Krąg biblijny» 7 (2008), S. 159-162; B. Kľuska, Pavlovské Rodinné pravidlá a percepcia rodiny v súčasnej spoločnosti, in: Legislatívne texty Biblie II. Zborník príspevkov z vedeckej konferencie konanej 10. októbra 2008 v Nitre v Rámci Grantového projektu VEGA č. 1/4678/07: Legislatívne texty Biblie – etický a religózny aspekt, Hrsg. P. Farkaš, Bratislava – Nitra 2008, S. 145-156; J. Mariański, Przekaz wartości moralnych w rodzinie, in: Rodzina w zmieniającym się społeczeństwie, Hrsg. P. Kryczka, Lublin 1997, S. 187-188.

29 Vgl. J. Stala, Podstawy teologiczno-antropologiczne katechezy rodzinnej, Tarnów 1998, S. 49.


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